Beiträge aus dem Jahr 2025

Vorschau auf den September 2025

Wir sind am Tag des offenen Denkmals am 14. September 2025 wieder dabei und öffnen den Holzmarktturm (Steeger Tor) in der Blücherstraße, 55422 Bacharach von 10 bis 18 Uhr. Er ist einer der ehemals 16 Türme aus der 2. Hälfte des 14. Jh. der mittelalterlichen Stadtbefestigung und kontrollierte an der Nordwestecke der Stadt die durch Steeg führende Straße zum Hunsrück. Ansprechpartner ist Dagmar Aversano-Schreiber. Tel. +491776610419.

Begleitheft

Juli 2025

Juni 2025

ALLE MITGLIEDER ODER NEUE MITGLIEDER ERWARTET EIN PRÄSENT
Liebe Mitglieder, wir laden herzlich ein:
Aktivitäten Geschichtsverein Bacharach und der Viertäler e.V. am 1.6.2025
zum UNESCO-Welterbetag und 40-jährigen Bestehen des Vereins

Besichtigung von 2 - 3 privaten Fachwerkhäusern in Bacharach und Steeg

Private Besitzer*innen öffnen für Sie deren liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser.
An Beispielen wird gezeigt welche Entdeckungen und Hürden die Sanierung / Restaurierung mit sich bringt.
Treffpunkt: Posthof Bacharach - Veranstaltungsraum Geschichtsverein (ausgeschildert)
Transfer um 13.50 Uhr und um 15.50 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Std., anschl. Rücktransfer zum Marktplatz Bacharach,
freier Eintritt und kostenfreier Transfer

Holzmarktturm (Steeger Tor) und Münzturm in Bacharach geöffnet

Die beiden Türme (Blücherstraße und An der Münze) aus dem 14. Jahrhundert gehörten mit anderen Türmen zur damaligen Stadtbefestigung. Genießen Sie das Innere der restaurierten Türme sowie die einmaligen Blicke von dort aus über die Stadt bzw. den Rhein. Der Geschichtsverein steht Ihnen bei Fragen in den Türmen gerne zur Verfügung.
Zur Besichtigung geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr, Eintritt frei

Historischer Posthof Bacharach, Oberstr. 45,
Veranstaltungsraum Geschichtsverein Bacharach und der Viertäler

Herzlich willkommen in unserem Veranstaltungsraum anl. des 40- jährigen Bestehens unseres Vereins. Wir präsentieren Ihnen interessante Einblicke in unsere Arbeit der letzten Jahrzehnte. Tauchen Sie ein in unsere geschichtsträchtige Vergangenheit. Wir halten kleine Überraschungen für Erwachsene und Kinder bereit.
Geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr, Eintritt frei

Führungen von Herrn Petit als Victor Hugo im Fachwerkhaus Sickingen, Oberstraße 5, Bacharach

Erleben Sie eine Darstellung - zurückversetzt in eine Zeit, als Victor Hugo im Jahre 1840 zu Gast in Bacharach war. Der Hausherr selbst übernimmt die Führungen mit Lesung der Briefe von Victor Hugo. Diese fanden damals den Postweg von Bacharach nach Paris. Treffpunkt: Posthof Bacharach - Veranstaltungsraum Geschichtsverein (ausgeschildert)
Uhrzeit: 11.50 Uhr und 15.50 Uhr
Dauer: 30 Minuten
kostenfreie Teilnahme - ca. 5 Minuten gemeinsamer Fußweg zum Haus Sickingen

Kennen Sie Ihre Vorfahren im Raum Bacharach?

Heinz und Tobias Strupp stellen Ihnen gerne Ihre Verwandtschaft ab dem Jahr 1799 bis 1912 vor! Geben Sie Geburts, Heirats oder Sterbedatum bzw. den Namen Ihrer Vorfahren vor Ort bekannt. Die Recherche per Mausklick wird Sie überraschen. Besuchen Sie uns im Posthof von 11h bis 18h - gerne auch per Mail die Infos anfordern, falls Sie verhindert sind: heinz.strupp@gmx.de oder über den Geschichtsverein.

Datum: Samstag, 14. Juni 2025
Ort: Rathaussaal Bacharach
Beginn: 15:00 Uhr
Veranstalter: Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und der Viertäler

Buchvorstellung: Walter Karbach: Der Fall Neidhöfer. Lebenslang gegen Zerstörung und Rufmord.
Eine Chronik zur Rehabilitation.
Mit einem Gedicht von Friedrich G. Paff

Der bekannte Lokalhistoriker Dr. Walter Karbach stellt in seinem jüngsten Buch dar, wie die dreifache Mutter Charlotte Neidhöfer (1904-1997) aus Henschhausen in der NS-Zeit für verrückt erklärt, entmündigt und eingesperrt worden ist. Jahrelang kämpfte sie nach dem Krieg vergeblich um "Wiedergutmachung". Ihr Schicksal erschüttert bis heute. Charlotte Neidhöfer war Zeit ihres Lebens eine Kämpferin. Sie hat um ihren Mann Karl gekämpft, um ihre drei Kinder, um ihre körperliche und geistige Unversehrtheit. Sie hat um das tägliche Überleben ebenso wie um ihren Ruf gekämpft und für eine Entschädigung des in der NS-Zeit erlittenen Unrechts. Mehrere Bacharacher Bürgermeister haben sich mit ihrem Fall befasst. Ihre früh schon laut und heftig geäußerte Gegnerschaft zu den Nazis, die in Henschhausen den Ton angaben, brachte sie zuerst für Wochen ins Koblenzer Karmelitergefängnis und dann für Jahre in die sogenannte Heil- und Pflegeanstalt, zuerst nach Andernach und dann nach Düren. Ärzte verabreichten ihr Spritzen in den Kopf. Einmal versuchte sie zu entkommen, indem sie sich an Bettlaken abseilte. Sie hatte den Bergmann Karl Neidhöfer aus Henschhausen geheiratet. Er starb 1936 im Alter von 31 Jahren an den Folgen einer in Koblenz erlittenen Zwangssterilisierung im Oberweseler Krankenhaus, während seine Ehefrau im Gefängnis saß und die drei kleinen Kinder ins Heim gesteckt waren. Walter Karbach hat die Patientenakten auswerten können. Er lässt Charlotte Neidhöfer selbst zu Wort kommen, ebenso wie ihre Peiniger. Deutlich wird, wie sie denunziert, entmündigt und sterilisiert wurde, wie sie gedemütigt, gequält, ihrer Freiheit beraubt und um ihr Hab und Gut gebracht wurde sowie und um ihren jüngsten Sohn. "Was ich gelitten habe, ist nicht zu beschreiben, es mangelt an Ausdrücken all das Leid wiederzugeben, was ich durchzumachen hatte," schrieb sie 1946 in einem Antrag auf Schadenersatz. Bis ins hohe Alter stritt sie um ihre Anerkennung als Opfer des Naziregimes und um Entschädigung - ohne Erfolg. Erst im Januar 2025 beschloss der Deutsche Bundestag, Menschen, die zwangssterilisiert wurden, als Opfer des NS-Regimes anzuerkennen.

Foto: Privat. Charlotte Neidhöfer 1936 mit ihren Kindern in Henschhausen

Heimatblatt Nr. 65

In unserer Heimatblattreihe ist das Heimatblatt 65 druckfertig. Wir bieten dieses Mal vorab einen gesamten Beitrag zum gesonderten Download. Seien Sie gespannt und schauen direkt einmal vorbei. Die Informationen zu den Bezugsmöglichkeiten sehen Sie am rechten Seitenbereich.

Schälwerkzeug

Auf der Grundlage der mittelrheinischen Lohwaldwirtschaft entwickelte sich im 14. und 15. Jh. als teilweise exportorientiertes Gewerbe in mehreren Orten im Rheintal ein bedeutendes Loherhandwerk.Dr. Dagmar Aversano-Schreiber gibt in Ihrer kleinen Schrift interessante Einblicke in das Gerbereie-Handwerk in Bacharach. Begriffe wie Lohgewinnung, Schälwaldungen, Handel oder auch die Darstellung rund um das Gerberhaus in der Blücherstraße 25 in Bacharach oder die Saffainfabrik in Bacharach beleuchten diese interessante Zeit

Stadtwappen Bacharach

Ein interessantes Jahr liegt hinter uns.

Wir hoffen aber, dass wir mit unseren zahlreichen Publikationen Ihr Interesse geweckt haben und freuen uns über Ihr Interesse.